Kathrin

Geboren bin ich 1970 und fand das schon immer unheimlich praktisch. Da kann man nämlich ganz leicht ausrechnen, wie alt man gerade ist!

Gross geworden bin ich in Wolfsburg. Genau, da wo Volkswagen herkommt. Und entgegen allen mitleidig-kritischen Blicken und Kommentaren, die man erntet, wenn man zugibt, ein VW Kind zu sein, fand ich Wolfsburg richtig gut. Okay, es hätt' ein bisschen dichter am Meer sein können, aber man kann ja nicht alles haben.


Reisen habe ich von meinen Eltern gelernt. Wir waren eigentlich IMMER unterwegs, und wenn's nur für ein verlängertes Wochenende war. Dabei ging es selten zweimal an den gleichen Ort. Von Finnland bis Spanien habe ich viel gesehen, bevor ich auf eigene Faust losgezogen bin.

Die Begeisterung für Berge muss ich von meinen Eltern gelernt haben - auch wenn meine ersten Gipfelbesteigungen rund um die Seiser Alm grundsätzlich NUR unter der Prämisse stattfanden, dass es "da oben" (auf der Hütte) Spaghetti Bolognese gibt! Und wenn "die" dann nur Kaiserschmarrn hatten, konnte ich richtig eklig werden...

1986/1987 war ich für ein Jahr in Amerika. Als Austauschschülerin wurde ich von einer amerikanischen Gastfamilie aufgenommen und habe in Scottsville, New York mein American High School Diploma gemacht. Hier habe ich wohl zum ersten Mal gelernt, was es bedeutet, sich mit einer fremden Kultur auseinanderzusetzen. Wichtigste Erkenntnis: Man muss die eigene "Kulturbrille" abnehmen, um eine andere Kultur auch nur ansatzweise verstehen zu können.

Zurück in Wolfsburg waren es noch 3 Jahre bis zum Abitur und dann bin ich in's "Schwabenländle" umgezogen - und hängen geblieben.

Als Diplom Betriebswirtin (BA) - Fachrichtung Wirtschaftsinformatik habe ich in den vergangenen 10 Jahren meine Brötchen verdient. Zuletzt bei T-Systems International, einem Tochterunternehmen der Deutschen Telekom. Hier war man auch so freundlich, mich für die Dauer unserer Reise freizustellen - noch einmal ein dickes Dankeschön dafür!

Martin

Ein (19)69er-Modell und eine typische Jungfrau: auf mich treffen alle Eigenschaften zu, die auf allseits bekannten Würfelzuckern nachzulesen sind. Ordnungsliebend, pflichtbewusst, kritisch, rational, realistisch (oder pessimistisch?)... Wahrscheinlich brauch ich deshalb immer wieder neue Eindrücke, die meine Wertvorstellungen ins Gleichgewicht bringen.

Genau das ist für mich das entscheidende am Reisen. Raus aus dem eigenen Saft - rein in Kulturen, die man nicht auf Anhieb versteht. Ein Beispiel?

Da übernehmen wir doch ständig jeden Sinn und Unsinn aus Amerika und wenn wir mit Amerikanern zusammenarbeiten sollen, stellen wir schnell fest - die denken ganz anders als wir. Durch meine Arbeit für ESM Software durfte ich dies Tag für Tag erleben, manchmal erleiden und schließlich auch vor Ort in Seattle und Las Vegas (ja - ich war zum Arbeiten dort!) genießen.

Dank meinen Eltern bin ich Mitglied im Schwäbischen Albverein und die jahrelangen Südtirolurlaube haben mit zu einem Bergfreak gemacht. Ans Meer hab ich mich dann selber durchgeschlagen - mit 16 nach Korsika (da gibts ja auch genügend Berge). Das Ziel meiner Träume bleibt Indien. Warum weis ich nicht. Genauso wenig kann ich begründen, warum ich Südamerika so spannend finde. Ich sprech spanisch (muchas gracias an Carlos, Pepa und Montse y una cerveza por favor) und sicher ist, dass Sprachkenntnisse das Reisen unendlich bereichern. Mehr Gründe hab ich nicht und plötzlich pass ich nicht mehr zu meinem Sternzeichen. Gewonnen!!!!

Arabien mag ich übrigens auch - dort bin ich bis nach Ägypten und Jordanien. Gastfreundschaft pur kann man dort lernen. Wer von uns hat schon einen Fremden nachts um zwölf in seiner Stadt zum Tee eingeladen, ihm um vier Uhr morgens ein Hotel organisiert und am nächsten Tag um acht zur Stadtführung abgeholt? Und das in der Hochburg der Fundamentalisten Assiut.

Mein Leben verdien ich mir im Marketing - bevorzugt mit einer informationstechnischen Komponente. Auf meine Internetseite bin ich saumäßig stolz und ich bin wahnsinnig neugierig, was für neue Erfahrungen wir im Laufe des Jahres noch sammeln werden. Vor allem hoff ich auf Zeit für neue Ideen - denn im Alltag kommen die doch arg zu kurz.

Für meine schwäbischen Landsleute hat ein guter Freund noch einen tollen Link ausgegraben. Ist ja fast wie bei Asterix - dr große Graba... Druget amol do druf!